Besenreiser sind feine, oberflächlich unter der Haut sichtbare Blutgefäße. Sie erscheinen häufig als rötliche, violette oder bläuliche Linien und können netzartig oder fächerförmig angeordnet sein. Besonders häufig treten sie an den Beinen auf.
Medizinisch sind Besenreiser meist harmlos. Viele Menschen empfinden die sichtbaren Äderchen jedoch als kosmetisch störend und wünschen sich ein gleichmäßigeres Hautbild.
Eine bewährte Behandlungsmöglichkeit ist die Sklerotherapie beziehungsweise Verödung von Besenreisern zum Beispiel mit Äthoxysklerol®. Dabei wird das Präparat gezielt in die betroffenen Gefäße injiziert. Der Wirkstoff Lauromacrogol 400 (Polidocanol) führt dazu, dass das behandelte Gefäß verschlossen wird und anschließend vom Körper abgebaut werden kann.
Was sind Besenreiser?
Besenreiser sind kleine oberflächliche Venen, die durch die Haut sichtbar werden. Sie können einzeln, in kleinen Gruppen oder als verzweigtes Gefäßnetz auftreten.
Häufig zeigen sie sich an den Oberschenkeln, Knien oder Unterschenkeln. Manche Besenreiser sind eher rötlich, andere erscheinen blau oder violett.
Besenreiser können unabhängig von größeren Krampfadern auftreten. Trotzdem ist vor einer Behandlung eine individuelle Beurteilung sinnvoll, insbesondere wenn zusätzlich größere sichtbare Venen, Beschwerden oder andere Auffälligkeiten bestehen.
Wie werden Besenreiser mit Äthoxysklerol® behandelt?
Bei der Sklerotherapie wird das Sklerosierungsmittel mit einer sehr feinen Nadel gezielt in das betroffene Gefäß eingebracht.
Äthoxysklerol® enthält als Wirkstoff Lauromacrogol 400, auch Polidocanol genannt. Der Wirkstoff wirkt auf die Gefäßinnenwand. Das behandelte kleine Gefäß verschließt sich und wird anschließend vom Körper nach und nach abgebaut.
Die Sklerotherapie kann bei geeigneten Besenreisern eine wirksame Möglichkeit sein, sichtbare Äderchen an den Beinen zu reduzieren. Bei der Flüssigsklerosierung werden für Besenreiser in der Fachinformation beziehungsweise Leitlinie sehr kleine Injektionsmengen empfohlen.
Welche Besenreiser können behandelt werden?
Die Sklerotherapie eignet sich insbesondere für kleine oberflächliche Gefäße und Besenreiser.
Welche Konzentration und welche Technik verwendet werden, richtet sich nach Größe, Durchmesser und Ausprägung der Gefäße. Nicht jedes sichtbare Gefäß sollte auf dieselbe Weise behandelt werden.
Bei größeren oder tiefer liegenden Venen kann zunächst eine weiterführende venöse Untersuchung notwendig sein. Die Behandlung wird deshalb individuell geplant.
Wie läuft die Behandlung ab?
Vor der Behandlung untersuche ich die sichtbaren Gefäße und bespreche mit Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem Fall sinnvoll sind.
Bei der eigentlichen Sklerotherapie werden die betroffenen Besenreiser mit einer sehr feinen Nadel punktiert. Das Sklerosierungsmittel wird anschließend gezielt in die entsprechenden Gefäße injiziert.
Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert in der Regel nicht lange. Je nach Ausprägung können mehrere Gefäße beziehungsweise Gefäßareale in einer Sitzung behandelt werden.
Die Sklerotherapie kann grundsätzlich mit unterschiedlichen Konzentrationen und als Flüssig- oder Schaumsklerosierung durchgeführt werden. Welche Methode geeignet ist, hängt vom jeweiligen Gefäßbefund ab.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Behandlung wird meist gut toleriert. Durch die sehr feinen Nadeln können beim Einstich oder bei der Injektion kurzzeitig ein leichtes Brennen, Stechen oder Druckgefühl auftreten.
Wie intensiv die Behandlung empfunden wird, ist individuell unterschiedlich.
Was passiert nach der Sklerosierung?
Die behandelten Gefäße verschwinden nicht unmittelbar nach der Injektion.
Zunächst kann es zu einer vorübergehenden Rötung oder Schwellung im Bereich der behandelten Gefäße kommen. Auch kleine Blutergüsse oder Verhärtungen können auftreten.
Anschließend wird das behandelte Gefäß nach und nach vom Körper abgebaut. Deshalb entwickelt sich das endgültige Ergebnis schrittweise und ist nicht direkt nach der Behandlung zu beurteilen.
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Die Anzahl der notwendigen Sitzungen hängt von der Anzahl, Größe und Ausprägung der Besenreiser ab.
Bei vielen Patientinnen und Patienten sind mehrere Behandlungen sinnvoll, da nicht alle Gefäße in einer einzigen Sitzung behandelt werden sollten und sich das Ergebnis erst nach und nach zeigt.
Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können im Laufe der Zeit neue Besenreiser entstehen. Die Behandlung entfernt beziehungsweise verschließt die bereits vorhandenen behandelten Gefäße, verhindert aber nicht grundsätzlich die Entstehung neuer Gefäße.
Muss nach der Behandlung ein Kompressionsstrumpf getragen werden?
Ob und wie lange eine Kompression sinnvoll ist, hängt von der Art und Ausprägung der behandelten Gefäße und von der gewählten Behandlungstechnik ab.
Die Empfehlungen werden deshalb individuell nach der Behandlung festgelegt.
Was sollte ich nach einer Sklerotherapie beachten?
Nach der Behandlung sollten die Beine entsprechend der individuellen Empfehlung bewegt und die Nachsorgehinweise beachtet werden.
Intensive Wärme, starke Hitze und direkte UV-Belastung können je nach Behandlungssituation zunächst ungünstig sein. Auch bei sportlicher Aktivität und anderen Belastungen können individuelle Empfehlungen sinnvoll sein.
Sie erhalten nach der Behandlung konkrete Hinweise dazu, was in Ihrem Fall zu beachten ist.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei jeder medizinischen Behandlung können auch bei der Sklerotherapie Nebenwirkungen auftreten.
Möglich sind unter anderem vorübergehende Schmerzen oder Brennen an der Einstichstelle, Rötungen, Schwellungen, kleine Blutergüsse oder tastbare Verhärtungen. Auch Pigmentveränderungen der Haut können auftreten.
Seltene beziehungsweise sehr seltene Komplikationen sind ebenfalls möglich. Dazu gehören unter anderem allergische Reaktionen oder Gefäßkomplikationen. Die genaue Aufklärung über mögliche Risiken erfolgt vor der Behandlung.
Können Besenreiser wiederkommen?
Die bereits behandelten Gefäße werden durch die Sklerotherapie gezielt verschlossen. Es können jedoch im Laufe der Zeit neue Besenreiser entstehen.
Besenreiser sind deshalb nicht immer eine einmalige Angelegenheit. Bei entsprechender Veranlagung können auch nach einer erfolgreichen Behandlung weitere sichtbare Äderchen auftreten.
Das Ziel der Behandlung ist daher nicht, die Entstehung aller zukünftigen Besenreiser zu verhindern, sondern die aktuell störenden Gefäße möglichst gezielt zu behandeln.
Wann sieht man das Ergebnis?
Das Ergebnis entwickelt sich schrittweise.
Direkt nach der Behandlung können die behandelten Gefäße zunächst sogar stärker sichtbar erscheinen oder gerötet sein. Erst im weiteren Verlauf werden die behandelten Gefäße vom Körper abgebaut und die Haut wird wieder gleichmäßiger.
Je nach Ausgangssituation kann deshalb etwas Geduld erforderlich sein.
Ist Äthoxysklerol® auch für größere Krampfadern geeignet?
Äthoxysklerol® beziehungsweise Polidocanol wird zur Sklerotherapie verschiedener venöser Gefäße eingesetzt. Welche Konzentration, Menge und Behandlungstechnik erforderlich sind, hängt wesentlich vom Gefäßtyp ab.
Bei größeren Krampfadern oder auffälligen Venen ist zunächst eine genaue venöse Beurteilung erforderlich. Eine Behandlung von Besenreisern sollte nicht mit der Behandlung einer ausgeprägten Varikose gleichgesetzt werden.
Wann ist eine Untersuchung vor der Behandlung wichtig?
Eine genaue Untersuchung ist insbesondere dann wichtig, wenn neben den sichtbaren Besenreisern größere Venen auffallen oder Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen, Schweregefühl oder andere Veränderungen der Beine bestehen.
In solchen Situationen sollte zunächst geklärt werden, ob eine zugrunde liegende Venenerkrankung vorliegt und ob eine weiterführende Diagnostik notwendig ist.
Die Sklerotherapie sollte immer auf den individuellen Gefäßbefund abgestimmt werden.
Häufige Fragen zur Besenreiser-Behandlung
Was ist Äthoxysklerol®?
Äthoxysklerol® ist ein Arzneimittel zur Sklerotherapie. Der Wirkstoff ist Lauromacrogol 400, auch Polidocanol genannt.
Wie funktioniert die Verödung von Besenreisern?
Das Sklerosierungsmittel wird gezielt in das betroffene Gefäß injiziert. Dadurch wird die Gefäßinnenwand geschädigt, das Gefäß verschließt sich und kann anschließend vom Körper abgebaut werden.
Kann man Besenreiser vollständig entfernen?
Die behandelten Gefäße können deutlich reduziert oder verschwinden. Ein hundertprozentig dauerhaftes Ergebnis kann jedoch nicht garantiert werden, da neue Besenreiser entstehen können.
Wie schnell verschwinden Besenreiser nach der Behandlung?
Das ist individuell unterschiedlich. Die behandelten Gefäße werden nicht sofort unsichtbar, sondern nach und nach vom Körper abgebaut.
Kann man Besenreiser im Sommer behandeln?
Eine Behandlung ist grundsätzlich nicht ausschließlich auf eine bestimmte Jahreszeit beschränkt. Für die Zeit nach der Behandlung können jedoch Sonnenschutz und der Verzicht auf intensive UV-Belastung besonders wichtig sein. Außerdem wird häufig vorübergehend eine Kompressionsbehandlung empfohlen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Behandlung so zu planen, dass die Nachsorge unkompliziert möglich ist.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das hängt von der Anzahl und Ausprägung der Besenreiser ab. Häufig sind mehrere Sitzungen erforderlich, um verschiedene Gefäßbereiche schrittweise zu behandeln.
Können nach der Behandlung neue Besenreiser entstehen?
Ja. Die behandelten Gefäße werden verschlossen, die Behandlung verhindert jedoch nicht grundsätzlich die Entstehung neuer Besenreiser.
Mein Ziel bei der Behandlung von Besenreisern
Bei der Behandlung von Besenreisern geht es mir um eine gezielte und möglichst schonende Reduktion der sichtbaren Gefäße.
Dabei steht nicht die möglichst aggressive Behandlung aller sichtbaren Äderchen im Vordergrund. Entscheidend ist eine genaue Beurteilung der Gefäße und die Auswahl der für den jeweiligen Befund geeigneten Methode.
Wenn eine Sklerosierung mit Äthoxysklerol® für Sie geeignet ist, behandle ich die betroffenen Gefäße gezielt und mit dem Ziel eines möglichst gleichmäßigen und natürlichen Hautbildes.
