Die Augenpartie gehört zu den ersten Bereichen, an denen Veränderungen des Gesichts sichtbar werden können. Die Haut ist hier besonders dünn und empfindlich. Gleichzeitig kann sich im Laufe des Lebens das Volumen unterhalb der Augen verändern.
Dadurch kann eine Vertiefung zwischen Unterlid und Wange entstehen, die sogenannte Tränenrinne. Durch den entstehenden Schatten kann die Augenpartie müde oder abgespannt wirken.
Wenn eine solche Volumenvertiefung die Ursache für das Erscheinungsbild ist und die anatomischen Voraussetzungen geeignet sind, kann Hyaluronsäure eingesetzt werden, um die Übergänge unterhalb der Augen zu harmonisieren.
Wichtig ist dabei: Nicht jeder Augenring entsteht durch Volumenverlust. Dunkle Verfärbungen, eine sehr dünne Haut oder sichtbare Gefäße lassen sich mit Hyaluronsäure nicht einfach beseitigen. Deshalb ist eine genaue Beurteilung der Ursache besonders wichtig.
Augenringe und Tränenrinne mit Hyaluronsäure behandeln
Hyaluronsäure kann im Bereich der Augenringe insbesondere dann sinnvoll sein, wenn eine Vertiefung unterhalb des Auges im Vordergrund steht.
Durch einen gezielten Volumenausgleich kann die Tränenrinne weniger ausgeprägt erscheinen und der Übergang zwischen Unterlid und Wange harmonischer wirken.
Ziel ist dabei nicht, die Augenpartie vollständig aufzufüllen. Eine zu starke Korrektur kann gerade unter den Augen unnatürlich wirken. Entscheidend ist deshalb eine sehr zurückhaltende Behandlung, die sich an der individuellen Anatomie orientiert.
Welche Arten von Augenringen gibt es?
Der Begriff „Augenringe“ beschreibt unterschiedliche Veränderungen, die teilweise auch gemeinsam auftreten können.
Eine dunkle Augenpartie kann beispielsweise entstehen durch:
Eine Vertiefung beziehungsweise Tränenrinne und dadurch entstehende Schatten
Eine sehr dünne Haut, durch die Gefäße stärker sichtbar werden
Pigmentierung der Haut
Altersbedingte Veränderungen der Haut
Genetisch bedingte anatomische Gegebenheiten
Veränderungen des Volumens im Bereich des Unterlids und der Wange
Hyaluronsäure ist deshalb nicht für jede Form von Augenringen die passende Behandlung.
Bei einer Vertiefung aufgrund von Volumenverlusst kann eine Behandlung mit Hyaluronsäure sinnvoll sein. Bei einer primären Pigmentierung oder sehr dünner Haut kann dagegen eine andere Behandlung besser geeignet sein.
Wie läuft eine Behandlung der Augenringe mit Hyaluronsäure ab?
Vor der Behandlung wird die gesamte Augenpartie genau beurteilt. Dabei spielen unter anderem die Tiefe der Tränenrinne, die Hautbeschaffenheit, die Wangenregion und die individuellen Gesichtsproportionen eine Rolle.
Es wird zunächst geklärt, ob tatsächlich ein Volumenverlust beziehungsweise eine Vertiefung für das Erscheinungsbild verantwortlich ist und ob eine Behandlung mit Hyaluronsäure sinnvoll ist.
Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, wird die Hyaluronsäure gezielt und sehr zurückhaltend eingebracht. Die Behandlung der Augenregion erfordert eine genaue Kenntnis der Anatomie und eine sorgfältige Auswahl des geeigneten Präparats.
Nach der Behandlung können vorübergehend Schwellungen, Rötungen oder kleine Blutergüsse auftreten. Gerade im Bereich der Augen kann eine Schwellung zunächst stärker sichtbar sein. Das unmittelbare Ergebnis ist deshalb nicht mit dem endgültigen Ergebnis gleichzusetzen.
Warum ist bei der Behandlung der Augenringe besondere Zurückhaltung wichtig?
Die Haut unter den Augen ist sehr dünn und die Region reagiert häufig empfindlich auf Veränderungen.
Eine zu große Menge an Hyaluronsäure kann dazu führen, dass die Augenpartie geschwollen oder unnatürlich wirkt. Deshalb steht bei einer Behandlung nicht die maximale Korrektur im Vordergrund, sondern die möglichst harmonische Verbesserung der bestehenden Vertiefung.
Auch die Wahl des geeigneten Hyaluronsäurepräparats und die genaue Platzierung spielen eine wichtige Rolle.
Für wen eignet sich Hyaluronsäure bei Augenringen?
Eine Behandlung kann insbesondere für Menschen infrage kommen, bei denen eine ausgeprägte Tränenrinne oder eine Volumenvertiefung unterhalb der Augen zu einem müden Erscheinungsbild beiträgt.
Nicht geeignet ist Hyaluronsäure dagegen grundsätzlich als einfache Behandlung gegen jede Form von dunklen Augenringen.
Deshalb sollte vor einer Behandlung immer individuell beurteilt werden, welche Ursache im Vordergrund steht und ob eine Korrektur mit Hyaluronsäure tatsächlich einen sinnvollen Unterschied machen kann.
Häufige Fragen zu Hyaluronsäure bei Augenringen
Kann man Augenringe mit Hyaluronsäure behandeln? Das hängt von der Ursache der Augenringe ab. Wenn vor allem eine Vertiefung beziehungsweise Tränenrinne für die Schattenbildung verantwortlich ist, kann Hyaluronsäure geeignet sein. Bei Pigmentierung oder sehr dünner Haut ist sie nicht automatisch die richtige Behandlung.
Was ist die Tränenrinne? Als Tränenrinne wird die Vertiefung bezeichnet, die vom inneren Augenwinkel entlang des Unterlids in Richtung Wange verlaufen kann. Ist sie stärker ausgeprägt, können dadurch Schatten entstehen und die Augenpartie müder wirken.
Kann Hyaluronsäure dunkle Augenringe vollständig entfernen? Nein. Wenn die dunkle Färbung beispielsweise durch Pigmentierung oder durch sehr dünne Haut entsteht, kann Hyaluronsäure die Ursache nicht beseitigen. Bei einer Volumenvertiefung kann sie dagegen die Schattenbildung reduzieren.
Wie lange hält Hyaluronsäure unter den Augen? Die Haltbarkeit ist individuell und hängt unter anderem vom verwendeten Präparat, der behandelten Region und dem persönlichen Stoffwechsel ab. Auszugehen ist aber von mehreren Jahren.
Warum sollte unter den Augen nicht zu viel Hyaluronsäure verwendet werden? Die Haut unter den Augen ist sehr dünn. Eine zu starke Auffüllung kann deshalb schnell sichtbar werden und die Augenpartie eher geschwollen als erholt wirken lassen. Ziel ist eine möglichst dezente und anatomisch passende Korrektur.
Kann man Augenringe auch behandeln, wenn keine Tränenrinne vorhanden ist? Das hängt von der jeweiligen Ursache ab. Wenn die Augenringe beispielsweise überwiegend durch Pigmentierung oder durch sichtbare Gefäße entstehen, ist eine Behandlung mit Hyaluronsäure in der Regel nicht die passende Lösung.
Wann sieht man das endgültige Ergebnis? Direkt nach der Behandlung können Schwellungen oder Rötungen auftreten. Deshalb sollte das Ergebnis erst beurteilt werden, wenn die anfänglichen Reaktionen abgeklungen sind.
Eine Behandlung der Augenringe mit Hyaluronsäure sollte immer individuell geplant werden. Mein Ziel ist nicht, die Augenpartie möglichst stark aufzufüllen, sondern vorhandene Vertiefungen gezielt auszugleichen und dadurch einen frischeren und harmonischeren Gesichtsausdruck zu erreichen.
Dabei soll die Behandlung möglichst unauffällig bleiben: Nicht die Behandlung selbst, sondern ein natürlicher und erholter wirkender Blick sollte im Vordergrund stehen.
